Alokohol – Das macht er mit unserem Körper

Jack London – König Alkohol

Über eine kleine Einführung des „Erwachsenen“ Jack London beschreibt er die eigene Kindheit und das Aufwachsen mit „König Alkohol“
Aber sofort, bei den ersten paar Seiten fühle ich mich bei seinen Erzählungen auch an meine eigenen Empfindungen und Erlebnisse erinnert. Wie sich doch die Muster gleichen? Jack London gibt im nächsten Kapitel die Möglichkeit sich selbst zu reflektieren. In seinen Erzählungen lebst du mit und Episoden deiner eigenen, erlebten Welt schleichen sich ein. Du hinterfragst dich: War es bei mir nicht genau so? Das kenn ich doch! Geht es wirklich jedem so?
Ab Seite 40 stelle ich fest, wie der Autor die sozialen Komponenten des „Abhängigen“ in Szene setzt. Nichts Anderes hab‘ ich in meiner nassen Zeit praktiziert und gelebt. Wiederum ist es der vorgehaltene Spiegel, der dich vielleicht erschreckt.
In der Folge wird die Belohnung beschrieben, ohne die funktioniert ja das ganze System nicht. Seine Wege mit „König Alkohol“ sind immer suchend, abenteuerlich, neugierig, fordernd.
Im weiteren Verlauf schildert er als Erwachsener wie er zu dem geworden ist, was er ist. Vom Jollenjungen zum Schiffseigner, Weltreisenden, Abenteurer, Erzähler, Schriftsteller und Farmbesitzer – immer mit „König Alkohol“- ja auch in den Zeiten als er Nichttrinker war. Sein König war immer anwesend und ständiger Begleiter, wenn auch hintergründig. Sein Verhältnis zu Frauen klammert er geschickt aus. Nur, dass er letztendlich für das Frauenwahlrecht stimmt. Er ist hier der Meinung: „Nur Frauen können aufgrund ihrer mütterlichen, sozialen Kompetenz die schändlichen Auswirkungen von „König Alkohol“ bremsen und eindämmen.
Eine Empfehlung für Jede/n der die Hintergründe und Machenschaften von dem „Unheimlichen“ verstehen will!

Jürgen Heckel – Sich das Leben nehmen

Der Titel schreit nach einer Gebrauchsanweisung für Möchtegern-Suizidler, weit gefehlt!
Der Autor beschreibt vielmehr sehr treffend und wird in vielen Kapiteln sehr deutlich, wie es auf einmal wieder möglich wird das Leben an sich zu ziehen. es zu greifen, zu begreifen und die schönen Momente fest zu halten. Er selbst 30 Jahre über die Alkoholabhängig zum „nassen“ Alkoholiker mutiert, schildert alle Facetten dieser heimtückischen Krankheit. Es ist für den „Kranken“ genauso gut zu lesen wie für den Co-Abhängigen. Sei es das Familienmitglied, der Kollege am Arbeitsplatz oder der Kumpel im Verein. Sogar Außenstehende, die sich nur über das Thema informieren wollen, sind mit dieser Lektüre gut bedient. Ich selbst habe dieses Buch während meiner Langzeittherapie im Sommer 2005 begonnen und es nach ca. 40 Seiten wieder weg gelegt! Warum??? Weil ich damals noch nicht reif genug war die beschriebene Betroffenheit meiner Angehörigen und das was ich Ihnen angetan hatte zu begreifen und anzunehmen Da hat einfach die „Verdrängung“ gewonnen. Heute, 6 Jahre danach, inzwischen fertig gelesen und immer wieder ’mal zur Hand nehmend, lese ich darin wie im Spiegel meines Lebens. Gerade seine Definitionen über die Alkoholkrankheit an sich, die Co-Abhängigkeit und die Verstrickungen des Alkoholikers in seiner „Eigenen Welt“ sind lesenswert und aufklärend. Zwar wird sehr deutlich, welche Selbsthilfegruppe dem Autor in seiner Nach-Therapie-Zeit geholfen hat sich zu festigen, aber es sei hier nur erwähnt, es gibt auch noch Andere.

Spenden

Bitte nutzen Sie für Spenden folgende Bankverbindung:
Kontoinhaber: Kreuzbund Aalen e. V.
IBAN: DE39 6145 0050 0110 0240 55
BIC: OASPDE6AXXX
Institut: Kreissparkasse Ostalb
Verwendungszweck: Spende + Name & Anschrift (für Spendenbescheinigung)